Liebe

 Du mein Rosengarten, du mein Schatten, du meine Sonne, mein Licht, manchmal raubst du mir die Sicht. Bedeckst mich mit deiner Liebe, dass mir das Atmen schwer fällt.

Halte es kaum aus, muss raus, entfliehen der Zweisamkeit. Es tut mir leid, furchtbar leid. Du bist verletzt, hintergangen, ich verstecke mich hinter den Schlangen, die sich um mich winden, mir selbst am Halse nagen,

Wie kann ich es wagen, du lädst mich ein, sagst, kannst nicht ohne mich leben und ich, kann es ebenso nicht. Weben am Tuch der Beziehung, das Schiffchen fährt auf und ab, es kollidiert und riskiert

das Abenteuer Liebe.

Entdecken, entblößen, mit all den Erwartungen und Zwängen, sitzen auf den Rängen, schauen uns selbst zu. Wir spielen blinde Kuh, suchen, finden, Liebe und Leid, Heiterkeit. Ein grobes Lachen im Lichterglanz erhellt dich und mich, ab und zu ganz.

Sommer

Sonnenstrahlen brennen, bräunen die Haut Achselschweiß herzhaft gräbt die Spur, wässert die Baumwolle, breitet sich deltahaft gleich, nicht heben den Arm, sonst bricht der Deich.

sdc141112.jpgAugen getrübt von der Mittagssonne, rein in den Markt. Sonnenbrillen dekoratives Accessoire, verschönt, versetzt den Städter in den Zustand der allgemeinen Coolness. Schein, Scheinheiligkeit, Heiligkeit? Cool wird man nicht, cool ist man, prangt der Spruch von den Wänden. Stehende Hitze. Sommer, Sonne, Launigkeit, gesaugt mit Haar und Händen.